Am 18.07.2009 fand in Mötzingen (Gäu-Schwarzwald) eine SchwhKF/20, die Schweißprüfung mit Fährtenschuh statt. Die 1000 m-Fährte wird nicht mit Schweiß (Blut) getupft, sondern mit einem speziellen Fährtenschuh getreten. An der Unterseite dieser Schuhe befinden sich Schalen vom Wild, so dass der Abdruck vom Wild simuliert wird. Der Hund arbeitet also ausschließlich auf der dadurch verursachten Bodenverwundung.
Dies hat Vorteile bei der Nachsuche auf Unfallwild oder wenn das Wild bei Schussverletzungen nicht permanent schweißt, denn die Fährtenabdrücke bleiben konstant. Positiv ist auch das sog. Verweisen, damit ist gemeint, dass der Hund Pirschzeichen wie Schweiß, Schnitthaare, Knochensplitter etc. anzeigt, indem er diese für mehrere Sekunden aus der Nähe bewindet. Der Führer kann sich so bewusst vom Hund Auffälligkeiten zeigen lassen, die er sonst auf dem Waldboden übersehen hätte.
Am Vortage wurden nun die Fährten getreten und die Fährtenleger wurden "patschnass", weil ein starker Regen eingesetzt hatte. Aber dieser Regen wollte und wollte nicht aufhören, erst nach über 5 Stunden schloss Petrus seine Schleusen. Teilweise stand das Wasser auf den Fährten und die Schalenabdrücke waren nicht mehr sichtbar.
Wie würde diese Prüfung enden ?
Trotz dieses Handicaps stellten sich die 4 angemeldeten Teckel mit ihren Führern dieser Prüfung. Erleichtert wurde aufgenommen, dass die Hunde trotzdem auf der Fährte arbeiteten, aber der Schwierigkeitsgrad war höher. Leider musste der erste Führer nach dem dritten Abruf aufgeben, aber danach wurden die Leistungen immer besser und Wolfgang Lüders mit seinem RHT Fritzle vom River Diner zeigte dann "last but not least" eine hervorragende Arbeit, die mit einem ersten Preis bewertet wurde.
Parallel dazu fand die jagdliche Brauchbarkeitsprüfung unseres Hundekurses statt und auch dort war die Freude groß weil alle sechs Kandidaten (5 Teckel, 1 BGS) bestanden haben. Auch diese 400 m langen Fährten waren mit dem Fährtenschuh getreten worden. In dieser Gruppe wurde Ernst Schwämmle mit seinem Wälderdackel" Prinz" Tagessieger.
In unserem Suchenlokal bei den Hundefreunden Mötzingen herrschte danach natürlich beste Stimmung. Sogar der 1. Vorsitzende des DWH Günter Lemanczyk war bei der Siegerehrung anwesend. Frau Edith Schmelzle (Teilnehmerin beim Jagdkurs) hatte das erste von ihr erlegte Wildschwein spendiert und allen mundete der wohlschmeckenden Braten.
Danke an alle Helfer insbesondere Alfons Winzenhörlein, dem Ehepaar Niethammer und den Richtern.
Erich Lörcher, Bad Teinach-Zavelstein
Die Bilder zeigen Teckel, Führer, Prüfungsleiter, Helfer und Richter nach getaner Arbeit
und das Modell eines Fährtenschuhs.