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Samstag, 02.05.2009

Führung durch die Waldheide in Heilbronn

Am 3. Mai 2009 trafen sich 16 Mitglieder und Freunde der Sektion Unterland am Jägerhaus in Heilbronn. Mit dabei waren mindestens genauso viele Dackel und ein Gasthund.

Herr Wendel, Forstdirektor a.D. aus Heilbronn führte uns über zwei Stunden lang durch einen wunderbaren grünen Frühlingswald und erklärte uns, wo warum welche Bäume wachsen, wie die einzelnen Exemplare heißen und wie alt sie teilweise schon sind.

Von der Eiche-Buche-Linde Bewachsung wandelt sich der Wald allmählich in eine Ahorn-Esche-Linde-Struktur. Früher gab es so viele Eichen, weil sie auch der Ernährung der Schweine und sonstigem Nutztier dienten, außerdem für Brenn- und Bauholz benötigt wurden. Die gemeine Fichte ist immer weniger zu sehen, seit den Stürmen Lothar und Wibke nahm der Bestand nochmal drastisch ab. Als Ersatz forstet man unter anderem mit Douglasien auf, sie wurzelt tiefer und das Holz ist wertvoller. 

Allesamt waren wir erstaunt, dass es in Deutschland gerade mal 20 verschiedene Baumarten gibt – zum Vergleich – in Amerika sind es ca. 100 Arten. Die Waldheide war einst Truppenübungsplatz der Amerikaner und seinerzeit mit hochexplosiven Sprengsätzen bestückt.

Dem engagierten Einsatz von einflussreichen Persönlichkeiten in Heilbronn und Weinsberg ist es zu verdanken, dass das gesamte Gebiet heute ein wunderbares Waldgebiet ist und die grüne Freifläche Dank eines Schäfers beweidet wird. Ein striktes Hundeverbot konnte glücklicherweise verhindert werden, wenn auch Leinenpflicht herrscht.

Die Natur braucht den Menschen nicht, aber der Mensch braucht die Natur. Dies wird besonders deutlich, wenn man sieht, in welch kurzer Zeit kleine Wälder entstehen ohne dass jemand auch nur einen Spatenstich setzt.

Wir wanderten mit unseren Dackeln durch grüne Wiesen und nicht nur die Zweibeiner hatten ihren Spaß. Fahrradfahrer, Spaziergänger, Familien, die Waldheide ist ein wunderschönes Ausflugsziel. Nicht nur einmal blieben die Menschen stehen, um sich am Anblick von so vielen Dackeln zu erfreuen, man hatte den Eindruck, dass auch die Vierbeiner  diese Aufmerksamkeit  genossen haben.

Zum Ausklang des interessanten Spazierganges bekam Herr Wendel ein Geschenk vom Sektionsleiter Herrn Lemanczyk überreicht, bei der  anschließenden gemütlichen Einkehr im Jägerhaus konnte er leider aus terminlichen Gründen nicht mehr dabei sein.

Evi Schwentuchowski, Zaberfeld


 

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