Drückjagd mit Dachshunden in Sindelfingen
Im Oktober 2009 haben fünf Dachshunde in Nagold und Bad Teinach im Nordschwarzwald erfolgreich die Vielseitigkeitsprüfung ohne Spurlaut mit Waldsuche bestanden. In unserer Sektion Gäu-Schwarzwald ist die Idee gekommen, das Können dieser Teckel bei einer Drückjagd zu überprüfen.
Der damalige Tagessieger Wolfgang Kramer mit seiner Kurzhaarhündin Bessy vom Hölzertal war von dieser Idee begeistert und hat zum 19. Dezember 2009 zu einer Drückjagd in seinem Revier in Sindelfingen-Darmsheim eingeladen.
Bei klirrender Kälte von -18 Grad und 5 cm Neuschnee – am Vortag war der Winter gekommen - hatten sich pünktlich um 8.00 Uhr an und in der Jagdhütte rund 30 Jäger und 15 Treiber eingefunden. Durch das Wetter waren alle mehr gefordert, besonders unsere Teckel. Die einzelnen zu bejagenden Parzellen wurden von den Jägern umstellt und die Teckel konnten ihr Können bei der Stöberarbeit zeigen. Die Treiberwehr wurde von unserem Gebrauchsrichter Erich Lörcher gekonnt durch die Parzellen geführt. Die Teckel konnten einzeln trotz der widrigen und auch ungewohnten Verhältnisse Wild finden und mit Laut jagen. Dass dabei der eine Teckel etwas schneller als andere auf Wild gekommen war, lag bestimmt an den Umständen und wie immer bei der Jagd am Glück.
Bis Mittag konnten alle vier Teckel erfolgreich ihr Können zeigen. Meine Kurzhaarhündin brauchte nicht antreten, denn sie hatte bereits vor zwei Jahren das Leistungszeichen Stöbern im Jagdbetrieb erhalten. Besonders stolz war Jagdherr Wolfgang Kramer, denn seine Hündin hat ihm zu seinem Geburtstag ein besonderes Geschenk gemacht.
Mit einer sehr schmackhaften Erbsensuppe und heißen Getränken konnten sich alle wieder aufwärmen. Auch unsere Hunde waren in der warmen Jagdhütte gut aufgehoben.
Nach der Mittagspause, inzwischen war der Himmel aufgehellt und die Temperaturen waren etwas angestiegen, fand ein weiterer Trieb statt, bei dem alle Hunde geschnallt wurden. Es wurden Hasen, Rehwild und Füchse aufgemacht, den Schützen war Diana jedoch nicht hold und die Strecke war entsprechend.
Die Jagdgesellschaft hatte sich wieder bei der Jagdhütte eingefunden und nun waren die Gebrauchsrichter Erich Lörcher aus Bad Teinau vom DWH und der JGHV-Richter Dr. Jörg Peter aus Nagold gefordert. Nach Erledigung der notwendigen Formalitäten konnte für folgende Teckel das Leistungszeichen Stöbern im Jagdbetrieb "StiJ" direkt vergeben werden:
- 08T3034R Thilo vom Pfaffenkreuz mit Führerin Bettina Punzo aus Tübingen
- 08T0161K Cliff vom Zankbaum mit Führer Werner Eckstein, Oberndorf-Boll
- 08T0045K Bessy vom Hölzertal mit Führer Wolfgang Kramer, Sindelfingen
- 08T2730R Vigo vom Wachholderpöttchen mit Führer Bernhard Röhm, Jettingen
Nach dem Verblasen der Strecke wurden die Hunde geehrt und den Hundeführern die mit dem Leistungszeichen "StiJ“ versehenen Ahnentafeln übergeben. Ein wunderschöner Jagdtag war vorbei.
Unser Dank gilt allen Beteiligten und Helfern und besonders Wolfgang Kramer, der zu dieser Jagd eingeladen hatte.
Text: Günter Lemanczyk, Bad Rappenau Bilder: Erich Lörcher, Günter Lemanczyk |