Es wurde viel Neues und Interessantes über die Schweißarbeit vermittelt, Theorie und Praxis waren ausgewogen. Durch sehr gute Rhetorik - auch mit Witz und Humor - war das Seminar immer kurzweilig.
Das ist das Resümee der 20 Teilnehmer mit 17 Hunden des Schweiß-Seminars, das von der Sektion Gäu-Schwarzwald vom 2.–5. Oktober 2008 in Rotfelden im Nordschwarzwald durchgeführt wurde. Der Sektion war es gelungen, für dieses Seminar den bundesweit bekannten Wildmeister Hans-Jochim Borngräber aus Springe in Niedersachsen als Referenten zu gewinnen. Der theoretische Teil wurde im „Kamelhof“ (dort gibt es tatsächlich rund 100 Kamele zum betrachten und reiten) durchgeführt und es wurden die Grundlagen der Schweißarbeit vermittelt.
Schwerpunkt dabei war die Einarbeitung des Schweißhundes, das Anlegen von Kunstfährten mit dem Fährtenschuh, die Verweiser und immer im Bezug auf die reale Nachsuche.
Unser Mitglied Peter Niethammer hatte für den praktischen Teil sein Revier zur Verfügung gestellt und alle Übungsteile an den vier Tagen perfekt vorbereitet und den Ablauf bestens organisiert. Es wurden das Anlegen einer Schleppe, einer Schweißfährte und einer Übernachtschweißfährte, jeweils mit dem Fährtenschuh von jedem Teilnehmer praktiziert. Auf diesen Fährten wurde dann mit dem eigenen Hund die Riemenarbeit durchgeführt. Dabei konnten die Teckel wieder ihr Können, nach Aussage von Herrn Borngräber zum Teil mit hervorragender Veranlagung, auf der Rotfährte zeigen. Es hat allen Teilnehmern, besonders auch den Hunden, sehr gut gefallen und viel Spaß gemacht.
Den Organisatoren von der Sektion Gäu-Schwarzwald, Wolfgang Herresthal, Peter Niethammer und Alfons Winzenhörlein gilt der Dank für die ausgezeichnete Vorbereitung und Organisation dieses Seminars. Dass alle sich bei diesem Seminar wohlfühlten, ist besonders auch Frau Niethammer zu verdanken, die sich um die sehr gute Bewirtung gekümmert und alle verwöhnt hat. Mit viel Applaus für die hervorragende Wissensvermittlung wurde Hans Joachim Borngräber verabschiedet.
Von den Vorteilen mit Fährtenschuh sind die Teilnehmer überzeugt und in der Sektion wird in Zukunft mit dem Fährtenschuh geübt. Im 2009 will die Sektion eine Schweißprüfung mit dem Fährtenschuh anbieten.
Günter Lemanczyk, Bad Rappenau
Fotos: DWH-Sektion Gäu-Schwarzwald