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Samstag, 17.07.2010

Gemeinsame jagdliche Brauchbarkeitsprüfung der Sektion
Gäu-Schwarzwald und der Jägervereinigung Calw e.V.

Am 17. Juli 2010 war es endlich soweit: Mit der jagdlichen Brauchbarkeitsprüfung nach der Prüfungsordnung des LJV Baden-Württemberg war die erste Zwischenetappe des Hundeführerlehrgangs der Sektion Gäu-Schwarzwald erreicht. Treffpunkt war um 7:30 Uhr im Vereinsheim des Vereins der Hundefreunde Mötzingen e.V. in Mötzingen, wo bereits ein reichliches Frühstücksbuffet für die Teilnehmer, Richter und Helfer aufgebaut war. Die Stimmung war gut, teilweise etwas angespannt, einigen Teilnehmern war es nicht nach Frühstück, anderen dafür umso mehr – also ein ganz normaler Prüfungsmorgen.

Brauchbarkeitsprüfung

Nach der Eröffnung durch die Jagdhornbläser, die Begrüßung durch den Prüfungsleiter Erich Lörcher und den stellvertretenden Sektionsleiter Alfons Winzenhörlein kam es zur Auslosung der Startnummern. Die 16 Teilnehmer wurden aufgrund der Personenanzahl in drei Gruppen aufgeteilt. Da es wieder, wie in den vergangenen Tagen und Wochen, ein heißer Sommertag zu werden schien, brachen die Gruppen zügig in die Prüfungsreviere von Peter Niethammer in Ebhausen-Rotfelden und Alfons Winzenhörlein in Nagold auf, wo sich die einzelnen Gespanne den Richtern stellten.

Trotz der langen heißen und trockenen Periode vor der Prüfung sowie dem wieder schnell heiß werdenden Prüfungsvormittag waren die Bedingungen gut. Gegen 13:00 Uhr waren die meisten Gespanne geprüft und so fanden sich die Teilnehmer nach und nach in der Jagdhütte von Peter Niethammer ein, wo bereits das Mittagessen sowie Kaffee und Hefezopf bereit stand. Viele Hundeführer und deren Hunde hatten Suchenglück und trugen stolz ihren Bruch. Da konnte auch der einsetzende Regen, dem einige Gespanne während der Prüfung noch zum Opfer vielen, keinesfalls die Stimmung trüben. Die Bänke im Außenbereich der Jagdhütte blieben oft leer und so wurde es in der Hütte recht eng, aber gemütlich.

Die Richter benötigten zur Auswertung der gezeigten Leistungen und zur Bearbeitung der Formalitäten etwas Zeit und verkündeten danach die Prüfungsergebnisse. Leider haben drei Gespanne nicht bestanden. Folgende Gespanne wurden zu den Gruppensiegern erklärt:

Gruppe 1:

Buntspecht-Mephisto von Attila vom schwarzen Keiler FCI
Kurzhaar-Zwergteckel, DTK 10Z0013K, WT 28.12.2009
Züchter: Wolfgang Herresthal, Horb
Besitzer/Führer: Dietlinde Schweikle, Aalen

Gruppe 2:

Gundi von der Wurzelhöhle
Rauhhaarteckel-Normalschlag, DTK 09T1402R, WT 17.05.2009
Züchter: Bernd Reuter, Ertingen
Besitzer/Führer: Torsten Keitel, Calw

Gruppe 3:

Eiko vom Heiligenberg
Rauhhaarteckel-Normalschlag, DTK 09T3096R, WT 25.10.2009
Züchter: Michael Meny, Eppingen
Besitzer/Führer: Walter Imle, Markgröningen

Die Gruppensieger erhielten einen aus Holz angefertigten Teckel als Preis. An dieser Stelle darf es erlaubt sein zu erwähnen, dass alle Sieger bei der Prüfung Teckel führten und dass es sich bei den drei Gruppensiegern ausnahmslos um noch sehr junge Hunde handelte, von denen der Jüngte gerade einmal 6 1/2 Monate und der Älteste 14 Monate alt war. Die Leistungsfähigkeit und jagdliche Passion des kleinsten deutschen Jagdgebrauchshunds wurde durch dieses Ergebnis wieder einmal gezeigt.

Nochmals vielen Dank, auch im Namen aller Kursteilnehmer, an die Kursleiter Erich Lörcher, Peter Niethammer, Alfons Winzenhörlein und Wolfgang Lüders für die optimale Prüfungsvorbereitung, denen für ihren Einsatz mit einem Präsent gedankt wurde. Der Dank richtet sich auch an die Richter Mathias Trinkl, Thomas Gauder, Monika Wolf, Josef Scheuring, Dr. Peter Stahl, Erich Lörcher, Peter Niethammer, Alfons Winzenhörlein und Wolfgang Lüders für ihr Engagement und die faire Bewertung sowie allen Helfern.

Alles in allem eine gelungene Prüfung. So wurde für einige der Abend noch recht lang, dabei blieb es natürlich nicht aus, dass es in einer gemütlichen Runde noch lustig her ging.

Aber nach der Prüfung ist vor der Prüfung: Die Brauchbarkeitsprüfung des LJV stellt noch relativ geringe Anforderungen an Hund und Führer und ist daher bestens als Anfangs- bzw. Zwischenprüfung in der Hundeausbildung geeignet. So werden die meist noch recht jungen Hunde - speziell bei der hier gemeinsam von der Sektion Gäu-Schwarzwald und der KJV Calw durchgeführten Prüfung der Nachsuchenbrauchbarkeit - neben Schussfestigkeit, Leinenführigkeit und Ruhe im Standtreiben die Schweißarbeit auf einer noch nicht allzu anspruchsvollen 400m-Übernacht­fährte geprüft.

Im weiteren Verlauf des Hundeführerlehrgangs steht schon eine Woche später als großer Gehorsamstest die Begleithundeprüfung an, es folgen in der Sektion Gäu-Schwarzwald noch im September die Vielseitigkeitsprüfung ohne Spurlaut und im Oktober die Schweißprüfung ohne Richterbegleitung und die erschwerte Begleithundeprüfung. Der eine oder andere Hundeführer wird seinen Hund im Herbst auch anderweitig noch auf Spurlaut, Schweiß, Stöbern oder Kunstbau führen. Es gibt noch viel zu tun - packen wirs an.

Thorsten-Tobias Kienzle, Neckarsulm        Fotos: Klaus Koschewski, Thorsten-Tobias Kienzle


 

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