Gute Laune und Sonnenschein
Der DWH feiert den Tag des Hundes
Der 6. Juni - vom VDH zum offiziellen "Tag des Hundes" ernannt – sollte bundesweit von den dem VDH angeschlossen Vereinen öffentlichkeitswirksam mit allerlei Veranstaltungen rund um den Hund begangen werden. Der DWH hatte sich diesem "Tag des Hundes" angeschlossen und so war als zentrale DWH-Veranstaltung ein "Teckeltag" mit Zuchtschau und buntem Rahmenprogramm angesagt. Ausrichter waren die Sektionen Gäu-Schwarzwald und Neckar/Alb und Ort des Geschehens war der Hundeplatz in Mötzingen.
Pünktlich um 10:00 Uhr eröffneten Jagdhornbläser bei strahlendem Sonnenschein das Dackelfest. Programm und Bewirtung hatten schon am Vormittag zahlreiche Besucher angelockt. Am Infostand, betreut von Renate Schneider, konnten sie die gelungenen neuen DWH-Flyer bekommen, Fragen stellen oder sich mit Autoaufklebern und den beliebten Plüschdackeln eindecken.
Ein wichtiges Ziel unseres Vereins ist die Sicherung der Qualität in der Zucht. Hierfür gibt es kein besseres Mittel als eine Zuchtschau, und so stand diese als erstes auf der Agenda. Richter Jens Witter aus Nürnberg kommentierte jeden vorgestellten Hund sachkundig und begründete die jeweilige Formwertvergabe ausführlich.
Gegen Mittag zogen dunkle Wolken am Himmel manchen besorgten Blick auf sich, aber das Wetter hielt doch. Erfreulich war die vergleichsweise hohe Zahl an Meldungen für das Juniorhandling – dazu trug sicher bei, dass Jugendobmann Alexander Griesbach parallel zur Zuchtschau eine Einweisung in diesen Wettbewerb anbot, um auch völlig unerfahrenen Kindern die Teilnahme zu ermöglichen. So stellten sich drei Kinder zum ersten Mal der Bewertung durch den Richter – vielleicht noch nicht ganz perfekt, aber alle Leistungen waren vielversprechend und machten eine Platzierung schwer.
Zum Krimi geriet das Finale im Juniorhandling. Charis Reich und Nadja Finkbeiner, die als erfahrene Handlerinnen beide ihre Altersklasse gewonnen hatten (mit Jamaica von der Hallwanger Pferdekoppel und Arabica vom Hallwanger Silberberg), machten es mit Spitzenleistungen Jens Witter sehr schwer, die Tagessiegerin zu ermitteln. Selbst ein Tausch der Hunde brachte keine der Handlerinnen in Verlegenheit. Am Ende war es Nadja Finkbeiner, die mit hauchdünnem Vorsprung den Sieg davon trug.
Ohne Wettbewerbsdruck zeigten die Neckar-Enz-Minis in ihrer Schaunummer zu Musik dem staunenden Publikum, was man Dackeln alle beibringen kann und wie willig die Vierbeiner (wenigstens meistens) mit den Kindern kooperieren. Gleich im Anschluss folgte das Finale der Zuchtschau: alle mit "vorzüglich" bewerteten Hunde liefen noch einmal um den Tagessieg:
Schönster Kurzhaar wurde Arabica vom Hallwanger Silberberg, schönster Langhaar Cliff vom Mückenberger Schloss und schönster Rauhaar sowie Tagessieger Vigo vom Wacholderpöttchen. Als schönster Veteran wurde Xaver vom Egelsee ausgezeichnet. Bester Teckel in der Jüngstenklasse im Alter von 6-9 Monaten wurde Eiko vom Heiligenberg, in der Babyklasse bis 6 Monate stand Buntspecht-Mephisto von Attila vom schwarzen Keiler FCI an der Spitze.
Zur Gaudi von Hund, Herrchen und Zuschauern startete danach das Dackelrennen – für manchen der Höhepunkt des Tages. Die Rennbahn war professionell abgesteckt und die Zeitmessung mittels Lichtschrankenanlage ergab, dass ein Dackel die Strecke von ca. 75 Metern in olympiatauglichen 7,04 Sekunden bewältigte. Einigen seiner Kollegen war allerdings der Hühnerhof hinter der Hecke wichtiger als das Rennen, und so wählten sie einen kleinen oder auch größeren Umweg, sorgten für Heiterkeit und bewiesen wieder, dass Dackel keine Befehlsempfänger sind.
Zwischen den Vor- und Endläufen des Teckelrennens wurde wurde der rundum gelungene Tag durch eine Vorstellung verschiedener Jagdhunderassen abgerundet – nicht jedem ist bewusst, dass auch Beagles und Golden Retriever gute Arbeitshunde sein können. Bei Kaffee und ausgezeichnetem Kuchen konnte der Nachmittag gemütlich ausklingen.
Ursula Griesbach
Fotos: Thorsten-Tobias Kienzle, Wolfgang Herresthal